Wer liefert eigentlich den Beton und die Baustoffe fürs prosperierende Zürcher Oberland?
Im Zürcher Oberland wohnen über 300’000 Menschen – es wird rege gebaut. Dafür benötigt die Branche hochwertige Baustoffe wie Beton, Asphalt, Kies und Mauersteine. Ebenso gefragt sind Dienstleistungen wie Rückbau oder Recycling von Baumaterial. Die FBB ist seit 1927 ein lokal verankertes Familienunternehmen und zählt zu den zentralen Baustoffproduzenten der Region. Innovation und Nachhaltigkeit sind ihr besonders wichtig.
Angetrieben von Bevölkerungswachstum und Wohnraumknappheit, ist die Baubranche auch im Zürcher Oberland leicht gewachsen im vergangenen Jahr. Neuer Wohnraum entsteht dabei immer öfter in Form von Sanierungen und Umnutzungen. Für eine solide Grundauslastung der Bauunternehmen sorgt zudem der Tiefbau, da die öffentliche Hand die Verkehrs- und Infrastrukturnetze kontinuierlich erneuert.
Bauunternehmen brauchen Qualität und kurze Wege
Die Bauunternehmen im Raum Hinwil, Pfäffikon und Uster stellen hohe Anforderungen an ihre Lieferanten: Top-Qualität sowie hohe Lieferverfügbarkeit und Flexibilität sind entscheidend. Dies schafft nur, wer in der Region verankert ist und über eingespielte Prozesse und eine komplette Infrastruktur verfügt. So wie die FBB, die für über 50 regionale Bauunternehmen ein bedeutender Lieferant ist. Kurze Wege von der Produktion zur Baustelle sind matchentscheidend – und schonen die Umwelt.
50 Prozent Materialtransport auf der Schiene
Die FBB liefert den Bauunternehmen alle benötigten Baustoffe und bietet vielfältige Dienstleistungen wie Erdarbeiten, Rückbau und Recycling. Dabei bewegt das Traditionsunternehmen aus Hinwil enorme Mengen an Material. Als einer von wenigen Schweizer Baustoffproduzenten transportiert die FBB den Kies wenn immer möglich auf der Schiene, insgesamt rund 250’000 Tonnen pro Jahr. Auf diese Weise können jährlich etwa 26’000 Lastwagenfahrten vermieden werden. Die Lieferungen der Baustoffe zur Baustelle sind nur per Lastwagen möglich. Hier setzt die FBB vermehrt auf E-LKWs. Die entsprechende Ladeinfrastruktur befindet sich im Werk Hinwil, inklusive eigener Photovoltaikanlage.
Kreislaufwirtschaft hält Einzug in der Baubranche
Im Herbst 2022 hat die Zürcher Stimmbevölkerung Ja gesagt zur Kreislaufwirtschaft – mit erstaunlichen 89%. Unter Kreislaufwirtschaft versteht man ein Wirtschaftsmodell, bei dem die Ressourcen schonend genutzt und so bewirtschaftet werden, dass unsere natürlichen Lebensgrundlagen erhalten bleiben. Der Kanton Zürich zählt zu den nationalen Vorreitern. Er macht sich dadurch unabhängiger von Rohstoff- und Materialimporten und schafft regionale Arbeitsplätze. Aktuell werden bereits 80% der kantonalen Bauabfälle stofflich wiederverwertet.

Verdoppelung des Recycling-Anteils beim Asphalt – eine Innovation à la FBB
Noch immer gibt es viel Potenzial beim Recycling. Walzasphalt aus dem Strassenbau ist ein gutes Beispiel dafür – Stichwort Road Mining. Die FBB hat nach fünf Jahren Entwicklungsarbeit eine neue Technologie auf den Markt gebracht, mit der sich der Anteil Ausbauasphalt bei der Herstellung von neuem Asphalt von 40 auf rund 80 Prozent verdoppeln lässt. Das neue Produkt hat sich in der Praxis bewährt und ist ganz im Sinne der kantonalen Kreislaufwirtschaftsstrategie. Aktuell kann es von der FBB aber noch nicht im grossen Stil produziert werden, da das Asphaltwerk in Hinwil erneuert werden muss.
Standort Hinwil zentral für die FBB
Der Produktions- und Logistik-Standort im Industriequartier Hinwil spielt eine Schlüsselrolle im Infrastrukturnetz der FBB – und dies seit den 1960er Jahren. Er ist ideal erschlossen mit Strasse und Schiene und tangiert keine Wohnquartiere. Zudem besitzt er von Lager- und Recyclinghallen über Siloanlage und Asphaltwerk alles, was für den umweltfreundlichen Hoch- und Tiefbau – somit auch was zur Herstellung des innovativen Recycling-Asphalts – nötig ist. Nicht zuletzt ist die FBB auch ein langjähriger und verlässlicher Arbeitgeber für über 60 Mitarbeitende am Standort Hinwil.







